Halde, Kanal und Co.

Die dunkle Jahreszeit neigt sich dem Ende zu, die Tage werden länger und der Wunsch nach Bewegung an der frischen Luft wird stärker. Die erst im September 2014 eröffnete Aussichtsplattform auf der Halde Pluto in Herne lockt uns zu einer Wanderung mitten im „Herzen des Ruhrgebietes“. In der Region um die ehemalige Zeche Pluto Schacht Wilhelm und dem Rhein-Herne-Kanal begegnet uns eine kontrastreiche Industrielandschaft. Die Strecke ist sowohl zu Fuß als auch mit dem Rad auf befestigten Wegen gut zu bewältigen.

Wir starten mit unserer Tour am Parkplatz Stadtgarten-Wanne, überqueren die Stöckstraße und begeben uns in den Stadtgarten, der übrigens  nach dem Prinzip des „englischen Gartens“ angelegt und  im Jahre 1900 als „Kaisergarten“ eröffnet wurde. Wir halten uns rechts, flankieren ein Stück den Teich und begegnen dabei einigen Enten und Gänsen.Stadtgarten Herne-WanneDSC09111Direkt vor uns liegt nun der Kaiserbrunnen, auch Dreikaiserdenkmal genannt. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann noch einen Abstecher zum Spielplatz auf der gegenüberliegenden Teichseite machen. Wir aber halten uns leicht rechts und verlassen den Park auf seiner Westseite. Hier wenden wir uns nach rechts, überqueren die Straße um in die Schalkestraße zu gelangen. Hier durchqueren wir nun eine ehemalige Bergarbeitersiedlung die im Volksmund auch „Hühnerleiter“ genannt wird, da der Aufbau der Straßen an eine solche erinnert. Am Ende geht es kurz nach links um dann gleich wieder rechts in die Thiesstraße einzubiegen.DSC09117Nach der Eisenbahnbrücke sieht man schon das Doppelbockgerüst der ehemaligen Zeche Pluto Schacht Wilhelm und den Zuweg zur Halde.DSC09127DSC09133Von da an wird es landschaftlich grüner. An der nächsten Wegegabelung wenden wir uns nach rechts und steigen hinauf zur Aussichtsplattform der Halde Pluto. Insgesamt sind hier 66 gut begehbare Stufen zu bewältigen. Auf 75 m über NN erwartet uns ein schöner Rundblick über die Emscherregion.DSC09139DSC09154DSC09149Nach einer kurzen Rast geht es den Weg wieder hinunter, halten uns rechts und gleich wieder rechts um auf die Erzbahntrasse zu gelangen. Deren Verlauf folgen wir in nördlicher Richtung, vorbei an der noch in Schüttung befindliche „Thyssenhalde“, unter der Autobahn hindurch, vorbei am Hafen Grimberg und überqueren schließlich den Hüller Bach. Von hier hat man einen tollen Blick auf die „Grimberger Sichel“, eine Brücke die wir wenig später überqueren wollen. Der Weg dorthin führt uns vorbei am Gelände der ZOOM Erlebnis Welt. Von der „Sichel“ hat man einen wunderbaren Blick auf den Rhein-Herne-Kanal.DSC09163DSC09175Auf der anderen Uferseite angelangt folgen wir geradeaus dem Weg entlang des Kanals, bis zur ehemaligen Eisenbahnbrücke die heute nur noch für Fußgänger und Radfahrer zugänglich ist. Bevor wir diese überqueren werfen wir noch einen Blick auf die Künstlerzeche Unser Fritz II/III. Wer mag, kann auch hier noch einmal eine kurze Rast einlegen. DSC09204DSC09198DSC09203Danach geht es wieder auf die andere Seite des Kanals und wir folgen dem Fußgängerweg durch die Neubausiedlung. An der Straße „Unser Fritz“ angelangt gehen wir links und kurz darauf rechts in die Paulstraße. Rechter Hand liegt das ehemalige Zechengelände Unser Fritz I/IV mit seinem Malakowturm. Wir überqueren den Emscherschnellweg (A 42), gehen gleich nach der Linkskurve rechts durch die Wohnstraße um die Gärten der Kleingartenanlage Unser Fritz e.V. zu bestaunen. (Radfahrer bitte absteigen!)DSC09213Wir verlassen sie am südlichen Ausgang und stehen auf der Emscherstraße. Diese begleiten wir ein gutes Stück in südlicher Richtung, bis zur Vereinsstraße, durchqueren diese und sehen auf der gegenüberliegenden Seite wieder den Wanner Stadtgarten. Wir halten uns rechts um gleich wieder links in die Wilhelmstraße einzubiegen. Nach knapp 200 m stehen wir vor einem der beliebtesten Volkstheater im Ruhrgebiet, dem Mondpalast. DSC09222Unser Parkplatz ist nun auch schon wieder in Sicht. Wer jetzt eine Stärkung braucht, geht in „Das kleine Café“ schräg gegenüber dem Mondpalast und verwöhnt sich mit Kaffee und hausgemachtem Kuchen.DSC09224

Die Tour im Überblick

Hier befindet sich die Tour im Ruhrgebiet

Startpunkt: Parkplatz Stöckstraße am Stadtgarten Wanne (gebührenpflichtig Parkdauer 4 Std. 2,40 Euro) Ein Tipp: Reisen Sie mit dem ÖPNV an, denn vom Hauptbahnhof Wanne-Eickel bis zum Parkplatz am Wanner Stadtgarten ist es nur 1 km.

Charakter: Familien- und radfahrerfreundlich, ebene Strecke, größtenteils ohne Autoverkehr. Auch bei schlechtem Wetter gut geeignet, da die Wege asphaltiert oder befestigt sind.

Länge: 11 km
Zeit: 3,5 – 4 Stunden
Download (GPX-Datei): tour herne-wanne.zip
Tourenbeschreibung: herne-wanne.pdf

 

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