Die Elfringhauser Schweiz – ein Wanderparadies für Ambitionierte

Ein Tipp vorweg – suchen Sie sich für diese Wandertour schöneres Wetter aus als das, was wir genommen haben. Sonnenschein zum Beispiel, aber kein Dauerregen… Trotz alledem – die Elfringhauser Schweiz ist wirklich ein Wanderparadies! Und das Hügelland zwischen Hattingen, Wuppertal, Velbert und Sprockhövel verdient die Bezeichnung „Schweiz“ für eine topographisch bewegte Landschaft mit besonderer Schönheit ganz zu Recht. Als Erholungsgebiet bietet es viele Ausgangspunkte für Wanderungen aller Art. Unsere Tour hier in diesem Blog soll einen Vorgeschmack bieten.

Der Deilbach im Naturschutzgebiet Deilbachtal

Der Deilbach im Naturschutzgebiet Deilbachtal

Unsere Wandertour beginnt an der Gaststätte Schmahl am Schmalen (südöstlich von Langenberg, Deilbachstraße 137 in Velbert-Neviges) – dort können wir unser Auto parken. Wir befinden uns im Naturschutzgebiet Deilbachtal. Oberhalb der Gaststätte (70 Meter) nehmen wir links das kleine Sträßchen Fettenberger Weg. Nach 450 Metern gehen wir dann links ein kleines Stück bergab und überqueren den Deilbach über die kleine Deilbachbrücke. Zwischenzeitlich haben wir ein Waldstück erreicht. Nach 120 Metern links entlang des Deilbachs erreichen wir eine Weggabelung mit dem Wanderzeichen H. Dies ist der eigentliche Ausgangspunkt unserer Wandertour durch die Elfringhauser Schweiz – eine Rundtour, denn wir werden diesen Punkt wieder am Ende erreichen. Aber wohin gehen wir? Rechts!

Logo neanderland STEIG

Vielleicht ganz interessant: Wir befinden uns auf einem Teilstück des neanderland STEIG, der insgesamt 243 Kilometer lang ist und auch durch die Elfringhauser Schweiz verläuft. Ab und an sehen wir ein Schild, das uns daran erinnert. Wir folgen weiter links dem Deilbach (flussaufwärts) bis wir eine weitere Kreuzung erreichen, an der wir rechts gehen. Nach 500 Metern gehen wir an der nächsten Gabelung wiederum rechts, um nach 300 Metern, es geht mittlerweile wieder bergab, noch einmal rechts den Weg zu nehmen. Immer noch befinden wir uns auf dem neanderland STEIG. Nach einem leichten Anstieg erreichen wir eine kleine Brücke, die uns noch einmal über den Deilbach bringt. Die Häuser direkt vor uns sind in Wanderkarten als Diekkothen eingetragen.

Diekkothen in der Elfringhauser Schweiz

Diekkothen in der Elfringhauser Schweiz

Der im Beitrag erwähnte Trampelpfad. Nasses Wetter macht uns doch nichts aus, oder?

Der im Beitrag erwähnte Trampelpfad. Nasses Wetter macht uns doch nichts aus, oder?

Der Deilbach ist übrigens ein linksseitiger Nebenfluss der Ruhr, 21 Kilometer lang und bildet im Gebiet von Langenberg sogar eine Sprachgrenze. Das dazu gehörige Deilbachtal ist eines von zwei tiefen Bachtälern in der Elfringhauser Schweiz, die von teilweise 300 Meter hohen Erhebungen eingerahmt werden. Wir werden dem Deilbach noch einmal, flussaufwärts, begegnen. Aber zunächst einmal geht es weiter, und zwar an dem Wohnhaus vor uns links auf einen kleinen Trampelpfad – nun folgen wir rechts dem Deilbach. Die Landschaft ändert sich schnell – wo eben noch Wald mit viel Geäst war ist jetzt Wiese mit viel Grün. Nach weiterer Wanderung treffen wir auf eine kleine Siedlung, an der wir zunächst leicht rechts gehen, bis wir auf den Winterberger Weg treffen, ein befestigtes Sträßchen, dem wir links folgen. Den Trampelpfad lassen wir hinter uns.

Am Ende des Winterberger Weges geht es eine Wiese hinauf

Am Ende des Winterberger Weges geht es eine Wiese hinauf

Aber nach ein paar Metern ist auch dieses Sträßchen zuende und es geht wieder eine Wiese hinauf. Das Wanderzeichen W taucht hier zum ersten Mal auf, welches uns noch oft begegnen wird. Nach spätestens 500 Metern, wenn es steil auf einem Trampelpfad bergauf geht, hat uns wieder der Wald fest im Griff. Aber die Elfringhauser Schweiz wäre nicht die Elfringhauser Schweiz, wenn es nicht gleich schon wieder bergab gehen würde… – schauen Sie dabei mal leicht nach links unten, dann sehen Sie den Deilbachweg, auf den wir in Kürze treffen werden. Dort geht es dann zunächst geradeaus weiter, nach 130 Metern links und zum letzten Mal über den Deilbach. Kurz (100 Meter) hinter der Brücke über den Deilbach biegen wir rechts in ein befestigtes Sträßchen mit dem Namen Lohbusch ein. Es folgen zwei enge Kurven, eher Halbkreise, und – jetzt heißt es aufpassen – direkt hinter der zweiten Kurve geht ein kleiner Trampelpfad links den Berg hinauf. Den nehmen wir um auf den Hackenberg zu gelangen.

Der Trampelpfad hinauf zum Hackenberg. Na, wohin gehen wir? Rechts? Links? Oder doch besser rechts?

Der Trampelpfad hinauf zum Hackenberg. Na, wohin gehen wir? Rechts? Links? Oder doch besser rechts?

Der 500 Meter lange Aufstieg (72 Höhenmeter von der Brücke über den Deilbach bis auf den Hackenberg) und auch die dann folgenden 1,5 Kilometer durch, Sie ahnen es schon, dichten Wald und Gestrüpp sind nicht ganz einfach zu beschreiben… – folgen Sie dem Trampelpfad so gut es geht und achten Sie auf die Wanderzeichen W, H und GB. Nutzen Sie die Karte und den GPS-Track, die Sie in diesem Blogbeitrag finden. Das insgesamt zwei Kilometer lange Teistück durch den Wald führt stets geradeaus in nordöstliche Richtung. Der Hackenberg ist nur eine von 16 Erhebungen in der Elfringhauser Schweiz. Bekannter ist da schon der Winterberg, mit 314,8 Meter über NN der höchste Berg der Elfringhauser Schweiz. Er liegt im Westen der Stadt Sprockhövel.
Von „Gebirge“ kann man bei Erhebungen um die 300 Meter natürlich nicht sprechen, aber manchmal hat man schon den Eindruck in einem solchen zu sein.

Melancholie in der Elfringhauser Schweiz an einem regnerischen Tag

Melancholie in der Elfringhauser Schweiz an einem regnerischen Tag

Nach dem Wald erreichen wir die Elfringhauser Straße, nein, diesmal kein Sträßchen. Seien Sie vorsichtig, ab und an fährt auch mal ein größerer Holztransporter an einem vorbei. Dort gehen wir links. Nach 450 Metern, die Straße heißt jetzt Felderbachstraße, biegen wir rechts ab und zwar an der Stelle, wo die Hausnummern 1-3 ausgewiesen werden, um nach weiteren 20 Metern wieder rechts zu gehen. Wir folgen jetzt dem Wanderzeichen H. Die nächsten 1,5 Kilometer geht es leicht bergab. Nach dieser Distanz nehmen wir links eine Abzweigung und kurz später noch einmal eine Abzweigung nach links, übrigens beides schöne Aussichtspunkte.

Fahrentrappe in der Elfringhauser Schweiz

Fahrentrappe in der Elfringhauser Schweiz

Danach liegt 200 Meter vor uns die Hofschaft Fahrentrappe, auf die wir direkt zuwandern. Wer sich für Bergbau interessiert – bei Fahrentrappe endet ein Erbstollen und das Lichtloch eines weiteren, tiefer gelegenen Erbstollens ist ebenfalls dort noch zu erkennen. Wir durchwandern die Hofschaft, gehen an den Teichen geradeaus und folgen danach der Straße Zur Fahrentrappe ein Kilometer lang bergauf, bis wir auf deren Kreuzung mit der Felderbachstraße stoßen. Die Kreuzung überqueren wir. Auf dem Dunkerweg geht es jetzt 700 Meter lang leicht bergab und nach diesen 700 Metern rechts den Berg hoch, ganz genau für 440 Meter. Danach gehen wir noch einmal rechts, um in einem bogenförmigen Wegstück auf den Marker Weg zu treffen. Dort gehen wir links, am Waldrand bergab.

Och, ist das nicht süß?

Och, ist das nicht süß?

Viel schiefgehen kann jetzt eigentlich nicht mehr: „Dem Straßenverlauf 1,2 km folgen“, würde die Frau im Navi jetzt sagen. Und wenn tatsächlich nichts schiefgegangen ist erreichen Sie wieder den Ausgangspunkt unserer Rundtour durch die Elfringhauser Schweiz. Dort noch einmal rechts und Sie treffen wieder auf die kleine Deilbachbrücke. Den Weg zurück zum Auto kennen Sie schon.

Viel Spaß beim Wandern durch die Elfringhauser Schweiz!


Die ganze Wandertour durch die Elfringhauser Schweiz noch einmal im Überblick

Die Wandertour im Ruhrgebiet auf einer Übersichtskarte

Hier befindet sich die Wandertour im Ruhrgebiet

Charakter: Anspruchsvoll und abwechslungsreich mit Wald und Wiesen, sanften Hügeln, prächtigen Aussichten und einzeln stehenden Gehöften. Größtenteils ohne Autoverkehr.

Start- und gleichzeitig Endpunkt der Wandertour ist der Parkplatz an der Gaststätte Schmahl am Schmalen (südöstlich von Langenberg, Deilbachstraße 137 in Velbert-Neviges) zu erreichen von Langenberg über die Donnerstraße Richtung Deilbachtal.

Downloads und Online-Karte:
Die Wandertour ist auf einer Detailkarte zum Ausdrucken noch einmal genau eingetragen.
(siehe die Tourenbeschreibung als PDF-Datei in der Tabelle unten) Zudem finden Sie in der Tabelle unten eine GPX-Datei (Track) mit dem Linienverlauf. Die GPX-Datei ist in ein ZIP-Archiv eingepackt. Zu guter Letzt finden Sie unterhalb der Tabelle eine Online-Karte zur Wandertour.

Länge: 13,4 Kilometer
Zeit: ca. 3 ½ Stunden (ohne Pausen)
Download (GPX-Datei): tour-elfringhauser-schweiz.zip
Tourenbeschreibung: tour-elfringhauser-schweiz.pdf

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2 Antworten auf Die Elfringhauser Schweiz – ein Wanderparadies für Ambitionierte

  1. MatthiasO sagt:

    Schicke Tour! Länger als manch andere Tour und auch durch die Höhenmeter fordernd. Tipp: Von Süden kommend nicht geradeaus ganz bis zur Elfringhauser Str. laufen sondern schon vorher scharf links abknicken und parallel zur Straße gehen – das spart an Motorradwochenenden Nerven.

    Die Dauer passt ganz gut. Wir haben ohne Eile 3:26 Std. benötigt.

    • RVR sagt:

      Ja, sie haben vollkommen Recht – die Tour hat was. Eigentlich fehlt sogar ein Schlenker, der die Tour noch länger gemacht hätte. Aber wir sind damals bei so schlechtem Wetter unterwegs gewesen…

      Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern bei dem Regen auch nur einem Motorradfahrer begegnet zu sein.

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