Ruhrtalradweg, RS1 und Grugaweg – Der perfekte Rundweg

Die Sonne scheint und die Temperaturen liegen auch endlich wieder im Wohlfühlbereich. Die Zeit ist also reif für eine schöne, lange Radtour und dieses Mal mitten im Pott! Denn auch in der Kernzone des Ruhrgebietes kann man herrlich radfahren, im Grünen. Wie der Titel schon verraten hat, befahren wir den Ruhrtalradweg von Essen-Steele bis Mülheim an der Ruhr, nutzen das fertige Teilstück des RS1 um zum Grugaweg, einer umgebauten Bahntrasse zu gelangen, die uns an unseren Ausgangspunkt zurück bringt.

Parkplatz an der Zornigen Ameise

Parkplatz bis Werden

Unser Startpunkt ist der Parkplatz am Ende der Straße Zornige Ameise. Von hier aus folgen wir dem Ruhrtalradweg in Richtung Süden. Leider müssen wir die stark befahrene Kreuzung überqueren, aber im Anschluss lassen wir die Straße rechts liegen und das Auge wird mit dem Anblick von grünen Wiesen und Wäldern und der idyllisch, dahinfließenden Ruhr verwöhnt.Gaense am RuhruferAm Fährhaus Rote Mühle verlässt der Radweg die Ruhr um das Naturschutzgebiet Heisinger Aue zu umfahren. Vor der Kampmannbrücke quert man die Wuppertaler Straße und fährt in den Stauseebogen. Dieser führt uns direkt wieder ins Grüne und an das Ufer des Baldeneysees. Über die ehemalige Eisenbahnbrücke gelangen wir auf die andere Seeseite.Alte Eisenbahnbrücke über den Baldeneysee zwischen Heisingen und KupferdrehDer Ruhrtalradweg führt nun am See entlang bis nach Werden. Unterwegs hat man immer wieder einen tollen Blick auf den See, kulturhistorisch bedeutende Bauwerke, wie die Villa Hügel oder den Förderturm der Zeche Carl Funke. Die Ville Hügel oberhalb des Sees zwischen den BäumenZahlreiche Bänke, Kioske oder Biergärten laden zum Verweilen ein.Einkehrmöglichkeiten am Seeufer

Werden bis Kettwig

In Werden wechseln wir über die Gustav-Heinemann-Brücke wieder die Uferseite und fahren am S-Bahnhof in die Straße Im Löwental. Nach dem namensgleichen Restaurant bringt uns ein Weg wieder näher an die Ruhr und die Idylle hat uns wieder. Ein großer Kinderspielplatz lädt einer Spielpause ein. Spielplatz im LöwentalAuf dem nun folgenden Streckenabschnitt bis Kettwig ist man eingerahmt von Wiese, Wald und Ruhr. Ein eingefleischter „Pottler“ würde wohl spätestens hier sagen „Nä, is dat schön!“Radweg entlang der Ruhr in grüner Idylle

Kettwig bis Mülheim an der Ruhr

In Kettwig angelangt, wechseln wir mal wieder via Brücke die Uferseite. Mit dem Rad fahren wir eine kleine Schleife über Ringstraße, Werdender Straße und Zur Alten Fähre um unter der Brücke hindurch auf den Weg Richtung Mülheim an der Ruhr zu gelangen. Das nun folgende Teilstück des Ruhrtalradwegs führt vorbei an Obstwiesen, Ackerflächen, Pferdeställen und -weiden, durch den beschaulichen kleinen Stadtteil Mintard und man erhält einen beindrucken Blick auf die Ruhrtalbrücke. Ruhrtalbrücke, Kirche in Mintard, Streuobstwiese und Blick auf den AubergDurch die wirklich gute Wegführung bekommt man am Ende gar nicht richtig mit, dass man sich schon mitten in der City von Mülheim befindet. Am Schloß Broich verlassen wir nun den Ruhrtalradweg und befahren, vorbei an der Stadthalle, die Schlossbrücke um auf die andere Ruhrseite zu gelangen. Nach der Brücke geht es direkt links zum Stadthafen und zur Ruhrpromenade. Diese sollte man gesehen haben, denn hier gibt es ein tolles Beispiel dafür, wie man mitten in der Stadt Wohnraum gestalten kann und muss, um die Innenstadt attraktiv zu halten. Hier sieht man modernes, urbanes Wohnen in Kombination mit einladenden Cafés am idyllischen Ruhrufer. Wie wäre es mit einer Eis- oder Kaffeepause?Stadthafen, Urbanes Wohnen an der Ruhrpromenade und die Stadthalle Mülheim

Mülheim an der Ruhr bis Abzweig Grugaweg

Von hier ist es nicht mehr weit zur Auffahrt des ersten Teilstücks des RS1 (Radschnell-weg). Am Ende der Promenade treffen wir auf eine alte Eisenbahntrasse, die wir unterqueren und dann über die parallel führenden Straßen begleiten, bis wir in der Max-Kölges-Straße die Auffahrt auf den ersten fertigen Abschnitt des RS1 nehmen. Der Schnellweg hat eine angenehme Breite, Radfahrer und Fußgänger haben ihren eigenen Bereich und kommen sich somit nicht in die Quere. Drei Blicke auf den RS1Die begleitenden Bahnstrecke ist nur wenig befahren und stört somit auch nicht. Auf dem Stück bis zum Abzweig Grugaweg, hat man zunächst Hinterhöfe und Gewerbe, dann lockere Wohnbebauung und schließlich grüne Wald- und Wiesenlandschaft, obwohl man mitten im Pott ist. Der Grugaweg, bzw. der Abzweig auf diesen ist leider nicht so richtig gekennzeichnet, deshalb achtet bitte auf diesen Wegweiser und den Übergang. Wegweiser und Übergang zum Grugaweg

Abzweig Grugaweg bis Parkplatz Zornige Ameise

Der Grugaweg verläuft auf einer alten Bahntrasse, eingerahmt durch viel Grün. Nur an wenigen Stellen bekommt man mit, wo man sich eigentlich gerade befindet. Man unterquert die A40, flankiert das Rhein-Ruhr Zentrum, die Margaretenhöhe, das Universitätsklinikum, die Gruga, die Stadtteile Rüttenscheid und Rellinghausen und endet schließlich wieder am Parkplatz an der Zornigen Ameise. E-Bikes können am Grugaeingang „Orangerie“ aufgeladen werden.Grugaweg und E-Bike LadestationAm Ziel angelangt könnt ihr euch noch im Cafe Barcelona belohnen! Café und Bar Celona auch Finca genannt und SpielschiffWer nur den Ruhrtalradweg fahren möchte oder erst Grugaweg und RS1 kann in Mülheim oder auch Kettwig und Werden mit der S-Bahn zurück nach Essen (Hbf oder über Hbf nach Steele-Ost) fahren.

Die Tour im Überblick

Ruhrgebietsübersicht mit einer Markierung zwischen Mülheim an der Ruhr und Essen

Hier befindet sich die Tour im Ruhrgebiet

Startpunkt: Parkplatz am Ende der Straße „Zornige Ameise“. Mit der S-Bahn bis Steele-Ost fahren und von dort an der Ruhr entlang bis zum Parkplatz.

Charakter: Leicht und gut zu fahren, familienfreundlich, allerdings aufgrund der Länge für manch einen eine kleine Herausforderung

Länge: 47 km
Zeit: ca. 4 Std.
GPX-Datei: tour-rtrw-rs1-gw.zip
Tourenbeschreibung: tour-rtrw-rs1-gw.pdf

 

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