Parkway EmscherRuhr – vom Schiffshebewerk zum Kemnader See

Der Parkway EmscherRuhr ist ein regionaler Fuß- und Radweg, der das Schiffshebewerk Henrichenburg in Castrop-Rauxel mit dem Kemnader See in Bochum verbindet. Damit ist es erstmals möglich, eine eigens dafür vorgesehene Stecke zu nutzen, wenn man von der Emscher im Norden per Rad die Ruhr im Süden erreichen möchte.

Aber auch dieser Artikel ist ein Novum – denn erstmal stammen maßgebliche Teile nicht von uns, dem Team „Kartographie – Dienste und Produkte“ des Regionalverbandes Ruhr, sondern von Hans-Günter Mölders, einem begeisterten Radfahrer, der den Parkway EmscherRuhr gleich zweimal abgefahren, alle Fotos in diesem Beitrag geschossen, eine GPX-Datei erstellt und viele Informationen und Texte zugeliefert hat. Vielen Dank für dieses Engagement!

Der Parkway EmscherRuhr im Überblick

Gesamtlänge des Parkway EmscherRuhr

Der Parkway EmscherRuhr ist insgesamt 33,8 Kilometer lang.

Fahrzeiten mit dem Fahrrad

Drei Stunden und 20 Minuten, wenn die Durchschnittsgeschwindigkeit beim Fahrradfahren bei 10 km/h liegt und 80 Minuten, wenn sie bei 25 km/h liegt.

Start- und Endpunkt

Der Parkway EmscherRuhr verbindet das Schiffshebewerk Henrichenburg in Castrop-Rauxel mit dem Kemnader See in Bochum und damit als eine Nord-Süd-Trasse den Emscher Park Radweg zwischen Henrichenburg und Pöppinghausen im Norden mit dem RuhrtalRadweg im Süden der Metropole Ruhr. Er verläuft dabei durch die Städte Castrop-Rauxel, Herne und Bochum – für den Fachmann: durch den sog. Regionalen Grünzug E.
Der Verlauf des Parkway EmscherRuhr ist auf zwei Detailkarten noch einmal genau eingetragen – siehe die PDF-Dateien in der nachfolgenden Tabelle. Dort finden Sie auch eine GPX-Datei mit dem Linienverlauf zum Download.

Detailkarte: (Nördlicher Teil) Parkway-EmscherRuhr-Nord.pdf
Detailkarte: (Südlicher Teil) Parkway-EmscherRuhr-Sued.pdf
GPX-Datei: Parkway-EmscherRuhr.zip

Charakter und Eignung

Der regionale Fuß- und Radweg ist asphaltiert, jedoch nicht durchgehend. Er ist 3,50 Meter breit und weist nur wenige Steigungen auf. Geeignet ist der Weg für Fußgänger, Radfahrer sowie für Inline-Skater. Allerdings gibt es keine Trennung zwischen Fußgänger und Radfahrer, so wie beim Radschnellweg Ruhr (RS1). Das Wegstück zwischen Distelkampstrasse und Bochumer Strasse (Naturschutzgebiet Langeloh – In der Hemke, Stadtgebiet Castrop-Rauxel) ist nicht gut zu befahren. Wenn man kein geübter Fahrer oder Fahrerin ist, dann sollte man sein Fahrrad dort schieben.

Beschilderung

Logo des Parkway EmscherRuhrDer gesamte Parkway EmscherRuhr ist beschildert und verfügt über ein eigenes Logo (siehe Bild rechts). Zusätzlich wurden im Abstand von jeweils 500 Metern Kilometerblöcke errichtet, die ebenfalls Orientierung bieten. Jeder Kilometerblock verfügt über eine Kilometerangabe, die am Kemnader See mit dem Wert Null beginnt. Diese Landmarken entlang der Strecke sind bautechnisch sog. Gabionen – einfach drei Meter hohe mit Steinen gefüllte Stahlkörbe. Zu guter Letzt wurden als natürliche Wegweiser Bäume am Wegrand neu gepflanzt.

Orte von Interesse entlang des Parkway EmscherRuhr

Stadtgebiet Castrop-Rauxel

Stadtgebiet Herne

Stadtgebiet Bochum

Vielleicht ganz interessant: Für den Parkway EmscherRuhr wurde eine 15 Meter lange Stahlbrücke über den Harpener Bach in Werne, nördlich der A40 neu errichtet.

Impressionen entlang des Parkway EmscherRuhr

Alle Bilder stammen von Hans-Günter Mölders. Los geht es am Schiffshebewerk Henrichenburg, einer von 25 Ankerpunkten der Route der Industriekultur.

Ein Bild vom Schiffshebewerk Henrichenburg in Castrop-Rauxel.

Das Schiffshebewerk Henrichenburg in Castrop-Rauxel.

Der Parkway EmscherRuhr führt zunächst am Rhein-Herne-Kanal entlang.

Ein Bild des Rhein-Herne-Kanals.

Der Rhein-Herne-Kanal.

Nach einigen Kilometern muss man wegen einer Baustelle am Kanal eine kleine Umleitung fahren, die aber ausgeschildert ist. Sie führt ein kurzes Stück an der renaturierten Emscher entlang – danach kommt man wieder an den Kanal.
Auf diesem Stück fährt man auch an dem Aussichtsturm Walkway and Tower des japanischen Künstlers Tadashi Kawamata vorbei, der im Rahmen der ersten Ausgabe der Emscherkunst 2010 gebaut wurde. (siehe Titelbild zu diesem Beitrag)

Ein Bild der renaturierten Emscher.

Renaturierte Emscher.

Als nächstes erreichen wir das Schloss Bladenhorst, ein Wasserschloss im Stadtteil Bladenhorst der Stadt Castrop-Rauxel.

Ein Bild des Torhauses von Schloss Bladenhorst.

Torhaus von Schloss Bladenhorst.

Ein Bild des Turmes von Schloss Bladenhorst.

Turm von Schloss Bladenhorst.

In der Nähe des Ruhr-Parks fahren wir an den Harpener Teichen, ein Naherholungsgebiet, entlang. Gut zu erkennen im Bild unten ist die milchige Trübung durch das Grubenwasser der Zeche Robert Müser.

Ein Bild von den Harpener Teichen.

Die Harpener Teiche in der Nähe des Ruhr-Parks.

Der nächste See an dem wir entlang fahren ist der Ümminger See, der ebenfalls als Naherholungsgebiet dient.

Ein Bild des Ümminger Sees in Bochum.

Der Ümminger See in Bochum.

Am Wege liegt auch das Haus Heven, ein ehemaliges Rittergut am Ufer des Oelbachs in Bochum.

Ein Bild von Haus Heven in Bochum.

Haus Heven in Bochum, ein ehemaliges Rittergut.

Gut zu erkennen im Bild unten ist das Logo des Parkway EmscherRuhr unterhalb der offiziellen rot-weißen Radverkehrsschilder. Von dort aus sind es noch 2,5 Kilometer bis zum Kemnader See.

Das Bild eines Wegweisers in der Nähe von Haus Heven.

Wegweiser am Haus Heven.

Der Hof Schulte-Overberg in Querenburg, ein Stadtteil von Bochum mit fast 20.000 Einwohnern. Möglicherweise war der Hof Schulte-Overberg mit benachbarten Höfen die Keimzelle der sog. Bauernschaft Querenburg.

Ein Bild vom Hof Schulte-Overberg in Querenburg (Stadtteil von Bochum).

Der Hof Schulte-Overberg in Querenburg, ein Stadtteil von Bochum.

Nun haben wir es geschafft, der Kemnader See liegt vor uns. Der Parkway EmscherRuhr endet hier – aber viele weitere Rad- und Wanderwege umgeben den See!

Ein Bild des Kemnader Sees zwischen Bochum, Hattingen und Witten.

Der Kemnader See zwischen Bochum, Hattingen und Witten.

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