Wandern im Vorfrühling – von Witten nach Wetter

Als Vorfrühling bezeichnet man im Allgemeinen die Zeit von Mitte Februar bis Ende März. Eine Zeit des ersten Blühens verschiedener Pflanzen, außerdem noch eine schöne Zeit zum Wandern. Von Witten nach Wetter führt unsere aktuelle Tour – durch Waldgebiete, vorbei an weiten Aussichten auf die Ruhr und dem ein oder anderen Kulturdenkmal.

Witten

Das Bild zeigt vier lila Blumen auf einer grünen Wiese.

Vorfrühling in der Metropole Ruhr! Foto: RVR

Los geht es in Witten. Startpunkt ist der Hauptbahnhof dort (Bergerstr. 35). Wenn Sie direkt davor stehen und ihn anschauen müssen Sie links gehen. Zuerst einmal geht es die Bergerstraße entlang bis zu einem Kreisverkehr. Sobald Sie diesen überquert haben treffen Sie auf den Saalbau Witten. Am Eingang des Saalbaus vorbei geht es hinter diesem rechts in den Stadtpark. Dort – Sie müssen sich links halten – treffen Sie auf das Haus Witten, einem ehemaligen Gerichtsherrensitz.

Das war’s eigentlich auch schon mit der Innenstadt von Witten – Sie gehen die Ruhrstraße hinab, dann unter einer Brücke durch und direkt dahinter links. Nachdem Sie vielleicht 500 Meter an einer Mauer, hinter der sich der Stadtpark befindet, entlanggegangen sind sehen Sie links eine Unterführung. Danach geht es wieder hinauf (Wennemarsberg). Nach 250 Meter taucht rechts ein Weg auf, der Sie zu einem Aussichtspunkt führt. Obwohl der Weg zickzack verläuft und bei schlechtem Wetter zudem rutschig sein kann lohnt er sich doch. Auf unserer Wanderung von Witten nach Wetter werden Sie noch an weiteren schönen Aussichtspunkten vorbeikommen.

Das Bild zeigt im Wald eine Gabelung in vier Wege auf der Tour von Witten nach Wetter.

Die Wanderung von Witten nach Wetter führt Sie durch ein waldreiches Gebiet. Foto: RVR

Aber zunächst geht es bergab. Wenn Sie auf die Straße Am Hammerteich treffen müssen Sie rechts und an deren Ende links in den Wald gehen. Nach 100 Metern geht rechts ein Fußweg ab, nach weiteren 120 Metern treffen Sie auf eine Gabelung in vier Wege. Der Weg ganz rechts mit den Wanderzeichen U / Δ / A2 / A3 ist der Richtige (siehe Bild rechts). Er führt Sie zum Aussichtsturm Berger-Denkmal. Der 21 Meter hohe Turm gehört zum Naherholungsgebiet Hohenstein und zur Route der Industriekultur. Von hier haben Sie eine herrliche Aussicht auf das Ruhrtal (siehe Titelbild).

Von Witten nach Wetter

Das Bild zeigt das Berger-Denkmal, einen Aussichtsturm in Witten.

Das Berger-Denkmal in Witten. Foto: RVR

Es geht weiter. Vorbei an dem Denkmal und nach 100 Metern – rechts in einen kleinen Waldweg. Außerdem befindet sich noch in der Nähe das ehemalige Steinkohlenbergwerk Zeche Timmerbeil, das aber gar nicht so auffällt. Der Wald hat Sie jetzt fest im Griff – bis Sie auf eine Lichtung mit wenigen Häusern treffen. Dort geht es rechts. Danach treffen Sie auf eine große Hauptstraße (Kohlensiepen), wo Sie links weitergehen müssen. Die Straße Große Borbach (200 Meter weiter auf der rechten Seite) führt Sie wieder in den Wald. Zuvor jedoch kommen Sie an der ehemaligen Zeche Borbachtal vorbei. 1,6 Kilometer geht es jetzt den Kermelbach entlang, den Sie links von sich sehen sollten. Dabei durchwandern Sie das das Naturschutzgebiet Kermelbach.

Das Bild zeigt eine Straße in der Ortschaft Appelsiepen.

In Appelsiepen. Ungefähr in der Mitte der Tour von Witten nach Wetter. Foto: RVR

Schließlich treffen Sie nach dieser Strecke auf die Straße Appelsiepen (dort rechts) und 100 Meter weiter auf die Straße Am Arenberg (diese nehmen). Wieder einmal geht es auf unserer Wanderung von Witten nach Wetter durch ein Waldgebiet – jetzt für ungefähr 2,3 Kilometer, bis Sie die kleine Siedlung Gedern erreicht haben. Es gibt einen Gedenkstein dort, der recht auffällig ist. Kurze Zeit später sehen Sie eine Gabelung in drei Wege. Der Weg in der Mitte ist der Richtige. Anschließend geht es noch einmal für 1,7 Kilometer geradeaus. Anm.: Ein Bild des oben erwähnten Gedenksteins sehen Sie unten rechts. In der Nähe befindet sich auch das Gut Obergedern.

Das Bild zeigt den Gedenkstein inmitten von Bäumen.

Gedenkstein. Foto: RVR

Falls Sie nach dieser Strecke rechts die Ender Talstraße „hören“, heißt es aufpassen – eine kleine Abzweigung (rechts hinunter) führt Sie genau dorthin. Das Wanderzeichen H hilft Ihnen dabei. Unten angekommen müssen Sie rechts weitergehen, nach 100 Metern, noch vor der Kurve, die Straße überqueren und dann den Berg hinauf. Etwas später erreichen Sie das Gut Schede im westfälischen Herdecke, auch Haus Schede genannt. Einfach den Torbogen hindurch – danach geht es links weiter. (Genauer gesagt ist es ein Horizontalbogen – siehe Bild unten)

Das Bild zeigt einen Teil des Guts Schede, u. a. einen markanten Torbogen.

Gut Schede im westfälischen Herdecke, auch Haus Schede genannt. Foto: RVR

Wetter

Das Bild zeigt den Harkortturm in Wetter.

Der Harkortturm in Wetter. Foto: RVR

Nach 120 Metern sehen Sie rechts einen Weg mit dem Wanderzeichen A1 hinuntergehen. Er führt Sie zum Schnodderbach. Wenn Sie auf ihn treffen, einfach geradeaus gehen und dem Bach 750 Meter folgen. Schließlich haben Sie die Möglichkeit, den Wasserlauf rechts zu überqueren. Dann geht es rechts bergauf (Harkortberg). Langsam kommen Sie Wetter (Ruhr) näher, denn 800 Meter weiter befindet sich bereits der Harkortturm. Dieser bietet Ihnen einen Fernblick über den Harkortsee bis ins Sauerland, wenn Sie denn für die 130 Stufen zur Aussichtsplattform noch die nötige Puste haben. Errichtet wurde er zum Gedenken an Friedrich Harkort auf dem Harkortberg in Alt-Wetter. Vorher kommen Sie aber noch am Kletterwald Wetter vorbei – nicht zu übersehen.

Kletterwald. Foto: RVR

Vom Harkortturm aus führt der Sunderweg steil abwärts nach Wetter. Nach Überqueren der Kaiserstraße kommen Sie in die Altstadt, in der sich ein Verweilen schon wegen der malerischen Fachwerkhäuser lohnt. Ganz in der Nähe ist auch die Burg Wetter, heute eine Ruine. Im Grunde genommen könnte unserer Wanderung von Witten nach Wetter damit schon zu Ende sein – gäbe es da nicht noch ein Highlight zu entdecken…

Wasserschloss Werdringen

Das Wasserschloss Werdringen, gleichzeitig ein überregionales Museum für Ur- und Frühgeschichte, ist eine Wasserburg auf der anderen Seite des Harkortsees und das vorerst letzte Ziel auf unserer Wanderung von Witten nach Wetter. Wenn Sie die Kaiserstraße überquert haben, schauen Sie bitte nach einem Schild mit der Aufschrift Seeweg. Dieser führt Sie hinunter zum Strandweg. Dort – am Harkortsee – gehen Sie rechts. Über die Gustav-Vorsteher-Straße und die Wilhelmstraße gelangen Sie in die Friedrichstraße, auf der Sie nach links den sog. Obergraben und die Ruhr überqueren.

Kurz hinter der Brücke müssen Sie links durch eine kleine Unterführung (der Bahnlinie). Dahinter geht es rechts und 500 Meter entlang der Bahnline geradeaus. Dannach führt ein Weg links zum Wasserschloss Werdringen. Über die Brockhauser StraßeFreiherr-vom-Stein-StraßeJohann-Gottlieb-Fichte-Straße und die Brüninghausstraße erreichen Sie den Bahnhof Hagen-Vorhalle (Brüninghausstr. 13). Geschafft!

Ein Panoramabild, welches das Ruhrtal bei Wetter und den Harkortsee zeigt.

Zum Abschluss: Ein wunderschöner Blick über das Ruhrtal bei Wetter und den Harkortsee. Foto: RVR

Die ganze Wandertour von Witten nach Wetter im Überblick

Charakter: Gut begehbare Wegestrecke. Größtenteils ohne Autoverkehr.

Downloads: Die Wandertour ist auf einer Detailkarte zum Ausdrucken noch einmal genau eingetragen (siehe Tabelle unten). Dort sehen Sie den gesamten Verlauf der Tour. Zusätzlich finden Sie in der Tabelle unten eine GPX-Datei (Track) für die Navigation per GPS. Die GPX-Datei ist in ein ZIP-Archiv eingepackt.

Startpunkt: Witten Hauptbahnhof
Endpunkt:  Bahnhof Hagen-Vorhalle
Länge: ca. 19 Kilometer
Zeit: ca. 4 Stunden (ohne Pausen)
Download (GPX-Datei): tour-witten-wetter.zip
Tourenbeschreibung: tour-witten-wetter.pdf

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