Durch das Hattinger Hügelland – von Hattingen nach Sprockhövel

Bei strahlendem Sonnenschein haben wir diese Tour über den Hattinger Schulenberg und durch die Elfringhauser Schweiz bis nach Sprockhövel unternommen, die sich aufgrund ihrer Kürze hervorragend für zwischendurch eignet. Die etwas länger geratenen Anstiege auf dem Hinweg im Hattinger Hügelland werden belohnt: Auf dem Rückweg geht es auf der hervorragend für den Radverkehr hergerichteten Kohlenbahn ausnahmslos leicht bergab. Es gibt also genügend Gelegenheiten, die grüne Umgebung so richtig entspannt zu genießen.

 

Blick auf die Schulenburg

Blick auf die Schulenburg

Wir beginnen unsere Tour am Schützenplatz, dem Vorplatz der Hattinger Schulenburg. Dem zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbauten ehemaligen Forsthaus wird der Name „Ausflugslokal“ schon aufgrund der Dimensionen nicht ganz gerecht. In den großzügigen Räumlichkeiten befindet sich nach wechselvoller Geschichte seit 2010 wieder ein Restaurant. Ab dem Frühjahr versteckt sich die weiße Fassade wirkungsvoll hinter den alten Bäumen am Eingang.

Aussicht auf Hattingen von der Schulenburg aus

Aussicht auf Hattingen von der Schulenburg aus

Von hier oben bietet sich eine schöne Aussicht auf Hattingen. Den Abstecher in die historische Altstadt möchten wir uns aber erst verdienen…

Wir lassen deshalb die Schulenburg linker Hand hinter uns, tauchen in den Schulenberger Wald ein und passieren die Schranke. Unsere Fahrt führt zunächst über Waldwege und einige kleinere Steigungen vorbei am Hattinger Ehrenmal. Bei nächster Gelegenheit geht es rechts auf eine etwas größere Kreuzung, an der sich mehrere Waldwege treffen. Geradeaus ist – erneut mit einer Schranke abgetrennt – die Schulenbergstraße erkennbar, auf die wir nun nach rechts abbiegen. An Wochenenden und Feiertagen ist das Befahren dieser Straße per PKW und Motorrad eigentlich untersagt, nicht jeder hält sich aber daran, deshalb hier bitte vorsichtig sein.

Wir folgen der Schulenbergstraße, die zunehmend bergab führt, zwischen Feldern hindurch. Auf der linken Seite sehen wir nach einiger Zeit das ehemalige Goldschmidt-Erholungsheim, das heute der Firma Evonik als Tagungsstätte dient.

Tagungsstätte Haus Bredenscheid

Tagungsstätte Haus Bredenscheid

Weiter bergab erreichen wir schließlich das Hotel-Restaurant Landhaus Wegermann. Das alte Fachwerkhaus – früher bekannt als Gasthaus „Voss zur Mühlen“ – hat eine lange Tradition. Es liegt direkt an der Landstraße „Wodantal“, die vor allem an Wochenend- und Feiertagen bei schönem Wetter lebhaft befahren wird. Wir kreuzen die Straße und biegen nach links auf sie ab.

 

Wodantal - Blick entlang des Raffenbergs

Wodantal – Blick entlang des Raffenbergs

Das Wodantal verfügt über keinen separaten Radweg, aber über einen gut befahrbaren markierten Seitenstreifen, auf dem wir entspannt durch die hügelige Landschaft Richtung Sprockhövel radeln können.

Wodantal - Wirtschaftsweg

Wodantal – Wirtschaftsweg

 

 

 

Nach etwa 2,5 Kilometern taucht vor uns ein kleiner Parkplatz auf. Unmittelbar davor führt ein kleiner Feld-/Wanderweg („An der Liethe“) den Hügel hinauf. Den Hang entlang fallen uns eine Reihe Laternenmasten auf. Hier werden allerdings keine Feldfrüchte beleuchtet: An dieser Stelle steht in den Wintermonaten der einzige Skilift des Ruhrgebiets. Der Inhaber des Hotel-Restaurants Siebe, das sich oben auf dem Hügel befindet, hat ihn seinerzeit angeschafft und montiert ihn jedes Jahr zum Saisonbeginn. Im Frühjahr ist davon allerdings, bis auf besagte fest installierte Beleuchtung, nichts zu sehen.

Aussicht von der Kohlenbahn

Aussicht von der Kohlenbahn

Bauernhof in Bredenscheid

Bauernhof in Bredenscheid

Da wir mit Mountainbikes unterwegs sind, machen wir uns auf den Weg zur Hügelkuppe, überqueren den Parkplatz des Restaurants, biegen links in die Straße „Am Stuten“ ein und dann direkt wieder links in die Sackgasse/Privatstraße „Am Doven“, die uns direkt zu einer kleinen Abfahrt führt, mit der wir zu dem Parkplatz am Wodantal zurückgelangen. Wer keinen extra Aufstieg haben möchte, kann den Skilift quasi rechts liegen lassen und einfach dem Wodantal weiter folgen. Wer den Aufstieg und eine eventuelle Einkehr, aber keinen „Mini-Trail“ zum Abstieg möchte, kann hinter dem Landhaus der Straße „Am Stuten“ weiter folgen und dann links in die Paasstraße einbiegen, die direkt wieder zum Wodantal führt.

Heimatstube Sprockhövel

Heimatstube Sprockhövel

Wegweiser in Obersprockhövel

Wegweiser in Obersprockhövel

Wir folgen dem Wodantal weiter und radeln somit stetig leicht bergauf. Nach einiger Zeit geht die Straße in die Nockenberger Straße über, der wir ebenfalls weiter folgen, bis wir das Eingangsschild des Ortsteiles Schee passieren. Nun dauert es nicht mehr lang, bis wir einige Häuser und die Kreuzung Quellenburger Straße erreichen. Wir biegen links in die Wuppertaler Straße ein und können von dort aus schon den Bahntrassenradweg „Kohlenbahn“ sehen, der parallel der Straße verläuft. Nach ca. 500 m queren wir die Straße und steigen auf der linken Straßenseite in den Radweg ein. Nun geht es leicht bergab und immer geradeaus über Sprockhövel zurück Richtung Hattingen.

 

 

Einfahrt in den Schulenbergtunnel

Einfahrt in den Schulenbergtunnel

 

 

 

 

Nach einigen Kilometern u.a. durch die Naturschutzgebiete Oberes und Unteres Sprockhöveler Bachtal wartet noch ein kleines Abschlusshighlight auf uns: der Schulenbergtunnel. Der ehemalige Eisenbahntunnel ist fast 200 Meter lang und wurde 1883 erbaut. Er ist beleuchtet und ganzjährig befahrbar. Natürlich ist es darin etwas kühler als draußen in der Frühlingssonne.

Wegweiser nach der Tunnelausfahrt

Wegweiser nach der Tunnelausfahrt

 

 

 

Wer es aber durch den Tunnel geschafft hat, ist bereits am Ende unserer Tour durch das Hattinger Hügelland angelangt. An der Kreuzung mit der Grünstraße, an der Stelle des ehemaligen Schrankenwärterhäuschens, bietet ein Biergarten eine erneute Gelegenheit zur Einkehr.

Wer nun noch weiterfahren möchte, hat verschiedene Möglichkeiten: Geradeaus über den Bahndamm führt die Strecke zum Ruhrtalradweg, die natürlich weiterhin gut ausgeschildert ist. Rechts in die Grünstraße und durch das ruhige Nebenstraßennetz der Hattinger Südstadt geht es (ebenfalls gut ausgeschildert) in die rund 1,5 Kilometer entfernte Hattinger Altstadt.

Wer direkt zu seinem Auto zurück möchte, kann von hier aus scharf rechts auf den kleinen, steil bergauf führenden Pfad fahren, an dessen Ende links in den Pilgerweg einbiegen und wiederum an dessen Ende rechts in die Friedrichstraße und schließlich halb rechts zurück auf den Schützenplatz gelangen.

Viel Vergnügen auf dieser entspannten Frühsommertour durch das Hattinger Hügelland!

Alle Fotos und Texte: Ann-Kristin Marx, RVR

Die Tour im Überblick:

Übersicht Hattingen-Sprockhövel

Start/Ziel: Schützenplatz (vor der Schulenburg) in Hattingen

Charakter: leichte Anstiege in der ersten Hälfte der Tour, von Sprockhövel aus durchgängig bergab bis Hattingen – der optionale Abstecher zum Skilift/Landhaus Siebe ist kurz, aber etwas fordernder

Länge: ca. 23 Kilometer
Zeit: ca. 1,5 Stunden
GPX-Datei:  Hattingen_Tour.zip
Tourenbeschreibung:  Hattingen_Tour.pdf

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